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5/04
Lieder und Texte
Musikprogramm zur LDV
-
I muss die Leistungsprämie
kriega(nach W. Kriwanek:,“I
muss die Straßabahn
no kriega“ und „Locomotive breath“ J. Tull)
Text: W. Gold, ÖPR SHA; Arr.: THR Gärtringen, ÖPR
Sifi
- Pisa (auf die Melodie: Rote Lippen soll
man küssen)
Text+Arr.: THR Gärtringen, ÖPR Sifi
- Jonglehrer(Musik:
„U F O“ von W.Kriwanek)
Text: W.Gold ÖPR SHA; Arr.: THR Gärtringen ÖPR Sifi,
4 stimmiger Chor
Einl.: G Em/ C D7 :// Nach Altersgruppen aufstehen und „dua,
dupp dua“ mitsingen.
- „Älles“ (nach : „..who
the f.. is Alice“)
Text: GEW Ludwigsburg; Arr: W.Thumm ÖPR LB
- Lehrer-Stress (Nach: Bruttosozialprodukt,
Geier Sturzflug)
Arr.+Text: THR Gärtringen ÖPR Sifi;
kleinere szenische Darstellung)
- „Personalrats-Bus“
(Nach: „Mein Fahrrad“, Prinzen)
Arr (mehrstimmiger Chor)+Text: THR Gärtringen ÖPR Sifi
- Gehn Sie mit der Konjunktur
(Hazy Osterwald)
Arr.: THR Gärtringen, am Anfang kann man den Text „Gehen
Sie mit“ auf
eine GEW-Veranstaltung umdeuten; dazu „Verkleidung“ und
etwas Tanz)
- Hilde und Frieda
Sketch von Doro Moritz ÖPR PF
- Der
fiese Wurm von PISA, Lied des ÖPR-LB zur
Personalversammlung 2002
- Wut em Bauch
- Schulen brechen auf
- Schulen brechen auf
(Noten )
I muss die Leistungsprämie
kriega (nach W. Kriwanek:,“I muss die Straßabahn
no kriega“ und „Locomotive breath“ J. Tull)
Text: W. Gold, ÖPR SHA; Arr.: THR Gärtringen, ÖPR Sifi
Hecheln:„I ka kaum no laufa.... I ka kaum no schnaufa.... aber
die 5000 Mark,... dia hol i mir....“
Refrain
I muss die Leistungsprämie kriega
I lass des geld net naus, des hol i mir
I muss die Leistungsprämie kriega
I lass des geld net naus des hol i mir
I muss die Leistungsprämie kriega Break!
5.000 Mark, die hol´i mir. Immer eine andere solo, immer anders
Ursel 1. I ka kaum no schlafa, ben außer Rand und Band
Und alles wega meim – derzeit – unbefriedigenda- Leistungsstand.
Helga sagt´s
Refrain : Immer gleich ohne Pause weiter singen / Schlusszeile Ursel
Claudia 2. I mach jeden Morga an B´suach em Rektoraaaaaat
Und lob deren Arbeit im höchsten Grad.
Refrain:Schlusszeile Claudia
Ute 3. I mach a Projektle – stell me ganz vorna na
vielleicht, dass i die Leistungsprämie kriega ka.
Refrain: Schlusszeile Ute
4Schläge Pause
Alle 4. Meine Kollegen – die stech i älle aus.
I ben scharf auf´s Geld, - des sag i grad raus. raus raus......
2Schläge
Solo / Refrain alle
Angi 5. Vertretungsstunden sind für mich ab jetzt ein Genuss,
weil i dabei stets an die Prämie denka muss!
Refrain: Schlusszeile Angi
Helga 6. I unterstütz mei Schulleitung in jeder Konferenz.
Im Hinblick auf die Prämie denk i des brengt´s.
Refrain: Schlusszeile Helga
Moni 7. In jeder neuen Arbeitsgruppe bring ich mich ein –
Im Hinterkopf nur eins - na was wohl? – Geldschein (alle?) Mit
Geldscheinen
rumwedeln?
Refrain: Schlusszeile Moni
Helga 8. Mein pädagogischer Eros rührt sich wieder en meim
Bauch,
Doch die Prämie isch verfalla ond i steh auf´m Schlauch.
Refrain – beim Break ....3 mal alle: 5000 Mark – wer hat
jetzt die?
Schild hoch halten: Innen ?
Alle 9. Erscht ziaget se de Lehrer des Geld aus dr Dasch.
Jetzt kriegt des Geld koiner- Jetzt leck me am Arsch!!!
Pisa (auf die Melodie: Rote Lippen soll
man küssen)
Text+Arr.: THR Gärtringen, ÖPR Sifi
Refrain:
Wir sind schlecht, denn wir sind Deutsche,
wir geben’s ruhig zu,
bei Pisa ganz am Ende,
das lässt uns keine Ruh.
Willst du’s genauer wissen,
so schau es dir mal an,
was heutzutag im Argen liegt,
was Schule nicht mehr kann.
Da guck, ein Deutscher..
1. Die Lehrer in der Schule,
die hetzen hin und her
zwischen verschiednen Klassen
und können bald nicht mehr.
Sie werden immer älter
Und kriegen nicht viel Lohn
Fortbildung fehlt und Freizeit auch
Und vieles klingt wie Hohn.
2. Zuhause manche Eltern,
die lesen auch nicht viel
die sehen nur noch RTL
und Zeug in diesem Stil.
Sie packen s’Kind in Watte
und geben gar nicht Acht,
und hoffen, dass der Lehrer schon
die Versetzung macht.
3. Ein Sprachkurs für die Fremden
den bezahlt man nicht.
Kein Wunder, dass es vielen
an Kenntnissen gebricht.
Und nach neun Jahren Hauptschul
stellt keiner sie dann ein.
Ein deutscher Pass, das reicht noch nicht,
um integriert zu sein.
4. In jedem Land ein KuMi
da kommt halt nicht viel raus
man will sich profilieren
probiert Verschiedenes aus
anstatt an einem Strang ziehen,
macht jeder was für sich
und will da jemand Ganztagschuln
ist’s gleich ein Sozialist.
Jonglehrer (Musik: „U F O“
von W.Kriwanek)
Text: W.Gold ÖPR SHA; Arr.: THR Gärtringen ÖPR Sifi,
4 stimmiger Chor
Einl.: G Em/ C D7 :// Nach Altersgruppen aufstehen und „dua, dupp
dua“ mitsingen.
1 In unsrer Schul wird bohrt und gstaubt,
ja, da wird jetzt ein Lift neibaut,
denn fürs Treppensteigen sind wir viel zu alt.
Grau und dünn sind unsere Haar,
und die Jüngste kam vor 20 Jahr,
seither isch bei uns net viel passiert.
Was ist denn des, was ist denn des?
Ja, was han i denn do g’sehn?
Guck, guck -des isch die Schul von heut.
Guck, guck -des sind nur ältre Leut.
Guck, guck -des isch die Schul von heut.
So wie’s aussieht auch no ziemlich lang.
2. Doch eines Tags - i kanns kaum glauba -
und manch Kollegin kriegt große Auga,
und eine fragt: Ja, isch denn der au echt?
In der Tür steht a junger Lehrer,
direkt eingstellt, heißt es, wär er,
dass es sowas überhaupt noch gibt.
Was ist denn des, was ist denn des?
Ja, was han i denn do g’sehn?
Guck, guck - i han an Junglehrer g’sehn.
Guck, guck - da in der Schul isch’s gwä’.
Guck, guck - i han an Junglehrer g’sehn.
Ganz deutlich und au’ ziemlich lang.
3. Ond des hat net lang gedauert,
und der hat glei’ losgepowert,
und die Klassen jubeln laut im Chor.
Ich wach auf, d’r Traum isch aus;
denn so heißt’s im Regierungshaus:
Die Ältren bleiben einfach länger das!
Was ist denn das, was ist denn das?
Ja, was han i denn do träumt?
Guck, guck - i han an Junglehrer g’sehn.
Guck, guck - es isch im Traum bloß gwe’n.
Guck, guck - i han an Junglehrer g’sehn.
doch leider war es nur im Traum...
Schluss: „dua, dupp dua“ Break: Gmaj7
„Älles“ (nach : „..who
the f.. is Alice“)
Text: GEW Ludwigsburg; Arr: W.Thumm ÖPR LB
1. In Stuttgart brüten sie im Ministerium
seit Jahren an der Baustell „Schulerneuerung“
sie ändern vor und nach der Wahl fast „älles“
!
Das Deputat im Vorgriff – kein Geld als Jubilar -
die Fortbildung in Ferien ist auch für die schon klar!
Sie glauben wirklich schon: Die Lehrer schlucken „älles“!
Refrain 1: Wir wissen nicht wo‘s lang geht und was das „älles“
soll,
die Baustell‘ isch net fertig , wir hen‘ die Nas‘
jetzt voll
denket die da oben : mir da unta könntet „älles“
?
„älles“ – wer verdammt kann „älles“?
Wir wissen nicht wo‘s lang geht und was das „älles“
soll,
die Baustell‘ isch net fertig , wir hen‘ die Nas‘
jetzt voll
denket die da oben : mir da unta könntet „älles“
?
„älles“ – wer verdammt kann „älles“?
2. In der Grundschul‘ wird bald eine Fremdsprache gelehrt,
bei Eltern ist dies heiß begehrt.
Doch auch hierfür braucht man jede Menge Lehrer.
Und der Zweitklässler, der nicht richtig lesen kann,
den karrt man künftig zu Stützpunktschulen ran.
Man weiß nur nicht: Wo sind die Stellen?
Refrain 2: Und noch a neue Baustell‘ – und wieder fehlt
das Geld,
und wieder werden keine neuen Lehrer eingestellt
wie soll das auch geh’n? – denn sparen isch net „älles“
!
„älles“ – sparen isch net „älles“
!
Denn eine gute Schule, die kostet einfach Geld!
Wenn man bei Bildung spart, dann wird das Ziel verfehlt!
Au‘ mit no‘ meh‘ Engagement do schaffe mir net „älles“!
„älles“ – sparen isch net „älles“
!
3. Die Eltern müssen schaffen, wie andre Leute auch;
drum stehen sie mit Kindern auf dem Schlauch
das löst man auf dem Rücken der Lehrer - „älles“
!
Für Ganztagsschulen ist der Pool viel zu klein
trotz kranker Lehrer schickt man die Grundschüler nicht heim.
Im Notfall übernimmt der Parallelkollege „älles“
!
4. Vor Jahren gab es das E B A
`ne tolle Sache, das war klar
doch nach und nach wurden Stunden einfach gestrichen!
Mit LIPSA kam dann der neue Schwung:
Die Hauptschule atmet „Erleichterung“.
Doch Lehrerstunden dafür gibt es keine!
Refrain 2: Und noch a neue Baustell‘ – und wieder fehlt
das Geld,
und wieder werden keine neuen Lehrer eingestellt
wie soll das auch geh’n? – denn sparen isch net „älles“
!
„älles“ – sparen isch net „älles“
!
Denn eine gute Schule, die kostet einfach Geld!
Wenn man bei Bildung spart, dann wird das Ziel verfehlt!
Au‘ mit no‘ meh‘ Engagement do schaffe mir net „älles“!
„älles“ – sparen isch net „älles“
!
5. Verwalten muss man Schulen mit einem Etat
und langt’s Budget mal nicht gibt‘s unten den Eklat!
Der Schulleiter verantwortet schließlich – „älles“
!
die Realschul‘ bleibt da nicht außen vor
Verwalten-Wirtschaft-Recht haut man ihr ums Ohr –
doch ein Projekt im Schuljahr verändert wohl net „älles“
!
6. Ganz oben spricht man oft davon
vom wicht’gen Thema: Integration.
Doch leider gilt das nur für Einzelfälle!
Ob Außenklasse, Integrative Schulentwicklungsprojekte- genannt
ISEPS,
der Ansatz ist bis jetzt noch schepps
denn was wir brauchen ist `ne Schul‘ für älle !
Refrain 2: Und noch a neue Baustell‘ – und wieder fehlt
das Geld,
und wieder werden keine neuen Lehrer eingestellt
wie soll das auch geh’n? – denn sparen isch net „älles“
!
„älles“ – sparen isch net „älles“
!
Denn eine gute Schule, die kostet einfach Geld!
Wenn man bei Bildung spart, dann wird das Ziel verfehlt!
Au‘ mit no‘ meh‘ Engagement do schaffe mir net „älles“!
„älles“ – do schaffe mir net „älles“!
Lehrer-Stress (Nach: Bruttosozialprodukt,
Geier Sturzflug)
Arr.+Text: THR Gärtringen ÖPR Sifi;
kleinere szenische Darstellung)
Einl. (u. Zwischenspiel): G F/ D7 G//
Refrain (2-stimmig):
Ja dann werden wieder mal wir Lehrer gestresst
So manches in der Schule uns krank werden lässt
Ja dann werden wieder mal wir Lehrer gestresst
Strophen (abwechseln):
1. Kaum hat am Morgen der Schulgong getönt (key: Schulgong)
mancher Lehrer über zuviel Lärm bald stöhnt, (Stöhn...)
da geht auch schon wieder das Herzflimmern los,
denn die Pausen sind zu kurz und die Klassen sind zu groß,
2. Der Zahnarzt kriegte einen Riesenscheck, (spielen, evtl. Sax usw.
doch das Zähneknirschen ist noch nicht weg.
Und die Stimme hat einen heiseren Klang,
muss laut sein noch einen Vormittag lang
3. Nebenan kriegt der Kollege kaum noch Luft,
weil wieder eine tolle Idee verpufft
Die Kollegin in der Achten fast zusammenbricht:
Sie gibt wieder fachfremd Unterricht
Sax- od. Key-Solo (davon gibt’s Noten)
4. Vor den Ferien stöhnen alle Lehrer puhuhu (Sax)
Die blanken Nerven schlagen wieder zu. (Sax usw.)
Die Schüler treiben es immer bunter
und der Blutdruck geht seit Wochen keinen Millimeter runter
5. Der Rücken schmerzt und die Augen tränen schon.
Der Kollege nebenan trägt ein Magengschwür davon.
Am Mittag stellt sich dann Migräne ein..
Man muss Hefte korrigieren, vieles muss noch sein
6. In der Nacht ist natürlich immer noch nicht Schluss,
weil noch irgendetwas schnell erledigt sein muss
Schlafen geht da nur noch nach dem 5. Glas Wein
Oder werfen wir lieber ein paar Schlaftabletten ein ein ein ein ein...(Marsch)
2 x Refrain zusätzlich, beim letzten Mal klatschen - off beat
„Personalrats-Bus“
(Nach: „Mein Fahrrad“, Prinzen)
Arr (mehrstimmiger Chor)+Text: THR Gärtringen ÖPR Sifi
Zu der Personalversammlung
fährt der Personalratsbus,
ist bequemer als das Fahrrad
und auch schneller als zu Fuß.
Keiner muss mehr Auto fahren,
keiner zahlt mehr Parkgebühr,
denn der extra heut bestellte
Fahrer hält vor dieser Tür
Doch wie liebt ihr eure Autos,
warum, das weiß man nicht genau.
Lasst das Auto doch mal stehen,
dann steht keiner lang im Stau.
Besser fährt man in Gesellschaft
bis zu jedem Schulort hin,
und sonst sitzt in jedem Auto
manchmal doch nur einer drin.
Jeder Popel fährt ‘nen Opel,
jeder Affe fährt ‘nen Ford,
jeder Blödmann fährt nen Porsche,
jeder Arsch nen Audi Sport.
Jeder Spinner fährt ‘nen Manta,
jeder Dödel Jaguar
Nur Genießer fahrn PR Bus
und sind immer billiger da.
Wh der beiden Strophen
Jeder Popel ... 2x
dazwischen Gehupe
Gehn Sie mit der Konjunktur (Hazy Osterwald)
Arr.: THR Gärtringen, am Anfang kann man den Text „Gehen
Sie mit“ auf
eine GEW-Veranstaltung umdeuten; dazu „Verkleidung“ und
etwas Tanz)
Gehn Sie mit-gehn Sie mit
Gehn Sie mit-gehn Sie mit
Gehn Sie mit der Konjunktur
Gehn Sie mit- gehn Sie mit
gehn Sie mit auf diese Tour
gehn Sie mit- gehn Sie mit
nehmn Sie sich
Ihr Teil sonst schämn Sie sich
und später gehn Sie nicht
zum großen Festbankett
Gehn Sie mit der Konjunktur
Gehn Sie mit- gehn Sie mit
gehn Sie mit auf diese Tour
gehn Sie mit- gehn Sie mit
Sehn Sie doch
die andern stehn schon dort
und nehmn die Creme schon fort
beim großen Festbankett
Man ist, was man ist nicht durch den inneren Wert
den kriegt man gratis, wenn man Staßenkreuzer fährt.
Man tut, was man tut nur aus dem Selbsterhaltungstrieb
denn man hat sich nur selber lieb.
Drum
Gehn Sie mit der Konjunktur
Gehn Sie mit- gehn Sie mit
gehn Sie mit auf diese Tour
gehn Sie mit- gehn Sie mit
Holen Sie sich Ihre Kohlen
wie der Krupp von Bohlen
aus dem großen Weltgeschäft.
oh, jotto hoh jotto oh
C’est la vie
oh, jotto hoh jotto oh
und ich sehe
oh, jotto hoh jotto oh
meine Kursgewinne heut.
Pinke, pinke, pinke, pinke, pinke, pinke, pinke, pinke,
oh, jotto hoh jotto oh
C’est bonheure
oh, jotto hoh jotto oh
und ich schwöre
oh, jotto hoh jotto oh
auf die gute neue Zeit
Pinke, pinke, pinke, pinke, pinke, pinke, pinke, pinke,
Gehn Sie mit der Konjunktur
gehn Sie mit- gehn Sie mit
gehn Sie mit auf diese Tour
gehn Sie mit- gehn Sie mit
Schöpfen Sie
Ihr Teil und schröpfen Sie
die andern köpfen Sie
sonst später ohnehin.
Gehn Sie mit der Konjunktur
Gehn Sie mit- gehn Sie mit
drehn Sie mit an dieser Uhr
gehn Sie mit- drehn Sie mit
Laufen Sie,
wenn’s sein muss raufen Sie
und dann verkaufen Sie
mit Konjunkturgewinn.
Mein Freund hat ne Freundin und die ist Gott sei Dank
Chefsekretärin bei ‘nem Boss von ‘ner Bank.
Der Chef geht mit ihr soupieren und gibt ihr im Schwips
für unsre Aktien ein paar Tipps.
Drum
Gehn Sie mit der Konjunktur
Gehn Sie mit- gehn Sie mit
gehn Sie mit auf diese Tour
gehn Sie mit- gehn Sie mit
Geld, das ist auf dieser Welt
der einz’ge Kitt, der hält,
wenn man davon genügend hat.
Geld, das ist auf dieser Welt
der einzge Kitt, der hält,
wenn man davon genügend hat.
wenn man davon genügend hat.
wenn man davon genügend hat.
Hilde und Frieda Sketch von Doro Moritz ÖPR
PF
Hilde und Frieda betreten den Raum. Beide haben offensichtlich eine
Einladung in der Hand und suchen einen Tagungsraum.
Hilde und Frieda lesen angestrengt von ihrem Blatt vor:
„Seminar zur Optimierung der Kooperation und Kommunikation zwischen
pädagogischem und Cleaning-Personal unter besonderer Berücksichtigung
der Sekundärtugend Ordnung und deren synergetische Effekte auf
den Schulalltag“
F: Ja, Hilde, dass i dich do treff! Sag bloß, du suchsch au des
Seminar do! Soviel ware mr noch nie! Mensch, hab ich dich schon lang
nemme gseh! Gued siehsch aus!
Wie machsch denn des?
H: Ha, waisch, i hab e prima Faltencrem. Die muss i druffschmiere,
bis ebe isch.
F: Geht’s so vornehm zu uff deiner Putzstell?
H: Ha waisch, i putz doch im Kultusministerium. Die gucke scho druff,
dass nach auße alles en gute Eindruck macht und alles glänzt
– sogar d Putzfra.
Mit so lumpige Strümpf wie du dürft i do net rumlaufe.
On du? Putzst du immer no in dr Schul?
F: Hajo, z´Hoimse isch alles wie vor zwanzig Jahr. D´Schulordnung
isch jetzt doppelt so lang, aber d`Zigarettekippe schwemme immer no
bei de Schüler in de Kloschüssel.
Ja, und jetzt – verzähl emol. Du bisch aber ganz schee uffgstiege
– von de Dorfschulputzfrau zur Dame mit staatstragender Cleaning-Rolle.
Muesch du überhaupt no en Lumpe in d`Hand nemme?
H: Die Lumpe in Stuegart – die lang i net o!
Ob d´s glaubsch oder net, die hänge jeden Dreck so hoch,
do komm i gar net immer nuff. Es sei denn, s´lauft wieder schlagartig
a Modellprojekt aus. Dann kann i die übrige Hochglanzbroschüre
als Hockerle nemme.
Was macht denn a euer Schulleiter?
F: Ach, Hilde, mr hen jetzt en windschnittige, bei dem alles geregelt
isch mit eme Formular und jede Woch macht er sei Presseerklärung.
Aber die Lehrerinne, du, i kann dir sage ...! Alle Achtung! Die hen
sogar en Fraue-Stammtisch! I däd jo gern a mol no geh, aber persönlich
hen se me no net eiglade.
Waisch, do isch manche dabei, die wo von mir was lerne kennt. Des tät
mehr bringe wie des ganze Seminar.
Hat dei Frau Schavan au en Stammtisch? Die isch doch sonst alloi?
H: O, waisch, die isch gar net so lustig, wie se gern sei tät.
Und ihr Freundin, d´Angela, die isch oifach z´weit fort.
Die mache mehr des mit dem „mail“ und dem Internet.
Waisch, des isch mir au recht. Weil wenn die im Internet surve, langts
wenn i virtuell putz.
F: Ha?
Hajo, wenn die im Internet surve, dann hasch du a glei nass putzt.
Komm verzähl amol no a bissle!
H: Bei mir in Stuegart, do gibt’s Sache, die gibt’s gar
net. Waisch, was de Knaller isch in Stuegart? – s´Fraueklo
im HPR!
F: Wo?
H: Im Hauptpersonalrat! Wenn die uffs Klo gehn, müsse se nuff
ins Justizministerium und do brauche se dann zum Pinkle ... und so ...
sogar a Code-Nr.
F: Ha so e Sauerei!
Komm, i muss nahocke!
H: Haschs im Kreuz? Bisch a nemme die Jüngste. Die do unte au
net. No bisch do vielleicht doch richtig.
F: Ja, du, no was ganz anders.
Dei Chefin, die Ministerin, hat jo beschlosse, dass älle in dr
Grundschul ausländisch lerne solle. Dabei wenn i em Schulhaus d`Trepp
feg, versteh i scho die Hälft nemme.
H: Ja, FliG steht uff dene Papiere immer druff. Wenne richtig ghert
hab, müsse die jetzt sogar uff Englisch turne.
Flic-Flac
F: Quatsch, Flic-Flac! I hab eigentlich denkt, die lerne jetzt endlich
wieder flicke. No han i gfrogt, was des eigentlich sei soll. Des FliG
heißt „Fremdsprachen lernen in der Grundschule.“
Do you underschdand?
H: Gang mr fort mit selle Abkürzunge. Was mir beim Putze in Stuegart
alles im Weg rum liegt:
WuM, MuM, MuSchu, SchilF und SchnaLF und sogar NUT.
Do kommt koin HGL meh mit!
F: En HGL?
H: Ein hundsgewöhnlicher Lehrer!
F: Ach, so. Ha, von dene hen mir scho no einige. Aber seit letzt Jahr
sen a paar nemme HGL. Mir henn jetzt a paar bsondere. Und weil die bsonders
sen, hen se a Leistungsstufe kriegt.
H: Was isch au des?
F: Aber frag me net, wie des geht. Irgendwie: Ab sofort gibt’s
90 Prozent HGL und 10 Prozent Turbo. Obs an de Schul en Turbo gibt,
kommt aber druff o, ob 10 % mehr wie oiner senn.
H: In Mathe war i nie so gut.
F: Dann kriegt der Bsondere a Weile mehr Geld. Wieviel mehr der kriegt,
kommt druff a, wann der Geburtstag hat. Wenn der im Februar hat, kriegt
er fast nix, wenn er im Dezember hat, kriegt er viel mehr.
H: Ja, isch des weil der wo im Dezember Geburtstag hat, meh gschafft
hat wie der wo em Februar Geburtstag hat?
F: Wenn i des richtig verstande hab, dann hat des überhaupt nix
mit dem zu tun, wieviel mr schafft.
Sie sage immer, des hätt a dei Chefin eigführt.
Mich frogt koiner, ob i für des Kaugummi wegkratze a Leistungsstufe
will.
Dafür welle se mich jetzt a no verdurste lasse. Die hen jetzt
für de Dienst vereinbart, dass i mei Schorle-Flasch aus de Besekammer
tu.
H: Des Leistungsding hen die mir a no net abote. Und i muss dir oins
sage: I leist a ebbes. I denk in meim Ministerium manches mol: Die schwätze
de ganze Tag so viel Dreck raus. Der kommt sogar scho per Knopfdruck
aus em Computer raus. Wenn der Dreck aller liege bleibe tät, no
bräucht i Gummistiefel und müsst ganz sicher a so a „Leistungs-Staffel“
kriege.
F: I bin do net scharf druff. Waisch, no wird bloß d`Margret
neidisch; on dann nemmt se ihr Migräne grad dann, wenn s´meiste
zu tun isch. No bene gstraft mit dere Leistungsstufe.
Ich bau mir grad a zweite Karriere uff als Handschlaglehrkraft. Zupacke
kann i jo.
H: Was isch denn des?
F: Waisch, dei Chefin, die macht doch jetzt Verlässliche Grundschule.
Des isch irgendwie, dass die Kinder immer so lang en de Schul bleibe,
wie´s uff em Stundeplan steht. Und dass, wenn die Lehrerin fehlt,
se anaweg net hoim dürfe.
H: Die arme Kender!
F: Des isch dann meine Stunde!
H: Wie? Des isch dei Stund?
F: No gang i als Handschlaglehrerin en d Klass.
H: Ja, derf mer denn des wieder?
F: Ha, dene Schlamper verzehl i was. Die lass i aufräume. Und
die Stund krieg i extra zahlt und do dafür schaffe mir die Kinder
mei Gschäft weg. Des schad koim.
Bei mir lerne die Kinder wenigstens was fürs Lebe. Do druff kann
sich die Verlässliche Grundschule verlassen.
H: Au, Frieda, s´isch neune, s´fangt glei a.
Wut em Bauch
(Lehrerarbeitszeit)
1. Des isch a lange Gschicht scho
Was soll denn mei Gedicht no
Die von der Lehrerarbeitszeit
Den ganza Hickhack, höret mir send´s leid
Jetzt wieder mal a Stond meh
Des tuot da oba koim weh
Mir send für die der letzte Dreck
Onds ganze Schwätza, ja des hat koin Zweck.
Refr.: Mir send zwar schwach ond gebat´s zu
Doch d´Wut em Bauch, die nemmt zu
Em ganza Land, s´isch bekannt
Die letzte Jahr, die hen ons glehrt
Wer sich net wehrt, der lebt verkehrt
Mir wissat heut: zom Menschsei ghört
A bissle Schneid ond Gegawehr. Ond Wut em Bauch, die au
2. Sich wehre des isch richtig, S´Gwenna net so wichtig
Trotz allem, kommet, haltet stand.
Au wenn ons sonst kaum oiner hilft em Land
Mir wellet des net schlucka, ons no weiter ducka
Mir hend en Rest von Ehr em Leib
Ond dond des net blos zom Zeitvertreib
Refr.: Mir send zwar schwach ond gebat´s zu
Doch d´Wut em Bauch, die nemmt zu
Em ganza Land, s´isch bekannt
Die letzte Jahr, die hen ons glehrt
Wer sich net wehrt, der lebt verkehrt
Mir wissat heut: zom Menschsei ghört
A bissle Schneid ond Gegawehr. Ond Wut em Bauch, die au
(GEW BB, Text: V.Mall, Musik: Basin Street Blues)
Schulen brechen auf
(Das Schulamt macht dir zukünftig ein Angebot)
Intro: Solo: Schulen brechen auf rhythm: G7 C7 / G6
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Chor: Schu- len bre- chen auf
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1. Solo: Stell dir vor, an deiner Schule da läuft gar nichts mehr
Chor: G6 / H7 /
pädagogisch tote Hose – ja, das Leben fällt dir schwer,
C / A /
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Chor: du brauchst mal wie-der ei- nen fri -schen Im- puls, C /G F#
F E/
Solo: suchst nach neuem Weg – weg vom Einheitssulz rhythm: A7
/ D7 / Break
Gesprochen: ja, was machst du denn da?
Ref: Solo: Das Schulamt macht dir zukünftig ein Angebot, Chor:
G6 / H7 /
such dir ein paar Kollegen in der Not C / A /
und ‘nen Prozessbegleiter, yeah. rhythm: G7 C7 / G6 /
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Chor: und ‘nen Pro- zess- be- glei- ter, yeah. 2x
2. Solo: Der kommt dann an die Schule Chor: G6 / H7 /
und initiiert – begleitet, unterstützt und evaluiert, C /
A /
Chor: das Ganze nennt sich dann „Prozessbegleitung“, C /G
F# F E/
Solo: ja, das ist ‘ne Sache, das bringt uns dann in Schwung rhythm:
A7 / D7 /
ja, das bringt uns dann in Schwung
Chor: ja, das bringt uns dann in Schwung 2x
Improvisation
Ref.: Das Schulamt macht dir zukünftig ein Angebot .... Chor:
s.o.
3. Solo: Seit 20 Jahren schon unterrichtest du Chor: s.o.
so ganz normal – doch meistens machst du es frontal,
Chor: du stellst jetzt um, das Schlagwort heißt „Innovation“,
Solo: da gibt es jetzt was Neues – na, du weißt es schon.
Ref.: Solo: Das Schulamt macht dir zukünftig ein Angebot, Chor:
s.o.
such dir ein paar Kollegen in der Not
und ‘ne Pädagogische Beraterin, yeah.
Chor: und ‘ne Pädagogische Beraterin, yeah. 2x
4. Solo: Die kommt dann an die Schule Chor: s.o.
und initiiert – begleitet, unterstützt und evaluiert,
Chor: das Ganze nennt sich dann „Fortbildung hautnah“
Solo: ja, das ist ‘ne Sache, dazu sagen wir dann ja,
dazu sagen wir dann ja.
Chor: dazu sagen wir dann ja,
dazu sagen wir dann - Break Solo: vielleicht Alle: ja.
Schulen brechen auf
(Das Schulamt macht dir zukünftig ein Angebot)
Mögliches Intro: Solo: Schulen brechen auf rhythm: G7 C7 / G6
/
Chor: Schulen brechen auf
1. Solo: Stell dir vor, an deiner Schule da läuft gar nichts mehr
Chor: G6 / H7 /
pädagogisch tote Hose – ja, das Leben fällt dir schwer,
C / A /
Chor: du brauchst mal wieder einen frischen Impuls, C /G F# F E/
Solo: suchst nach neuem Weg – weg vom Einheitssulz rhythm: A7
/ D7 / Break
Gesprochen: ja, was machst du denn da?
Ref: Solo: Das Schulamt macht dir zukünftig ein Angebot, Chor:
G6 / H7 /
such dir ein paar Kollegen in der Not C / A /
und ‘nen Prozessbegleiter, yeah. rhythm: G7 C7 / G6 /
Chor: und ‘nen Prozessbegleiter, yeah. 2x
2. Solo: Der kommt dann an die Schule Chor: G6 / H7 /
und initiiert – begleitet, unterstützt und evaluiert, C /
A /
Chor: das Ganze nennt sich dann „Prozessbegleitung“, C /G
F# F E/
Solo: ja, das ist ‘ne Sache, das bringt uns dann in Schwung rhythm:
A7 / D7 /
ja, das bringt uns dann in Schwung
Chor: ja, das bringt uns dann in Schwung 2x
Improvisation
Ref.: Das Schulamt macht dir zukünftig ein Angebot .... Chor:
s.o.
3. Solo: Seit 20 Jahren schon unterrichtest du Chor: s.o.
so ganz normal – doch meistens machst du es frontal,
Chor: du stellst jetzt um, das Schlagwort heißt „Innovation“,
Solo: da gibt es jetzt was Neues – na, du weißt es schon.
Ref.: Solo: Das Schulamt macht dir zukünftig ein Angebot, Chor:
s.o.
such dir ein paar Kollegen in der Not
und ‘ne Pädagogische Beraterin, yeah.
Chor: und ‘ne Pädagogische Beraterin, yeah. 2x
4. Solo: Die kommt dann an die Schule Chor: s.o.
und initiiert – begleitet, unterstützt und evaluiert,
Chor: das Ganze nennt sich dann „Fortbildung hautnah“
Solo: ja, das ist ‘ne Sache, dazu sagen wir dann ja,
dazu sagen wir dann ja.
Chor: dazu sagen wir dann ja,
dazu sagen wir dann - Break Solo: vielleicht Alle: ja.
12.07.2004
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